Gdansk, PL, Tag 1

Da wir rechtzeitig d.h. bei Tageslicht in Danzig ankommen und den vielbefahrenen Fluss zur Stadt (ca. 4 sm) hinter uns bringen wollten, haben wir schon um 8.30 Uhr in Wladyswowo abgelegt. Für uns ist das schon sehr früh. Normalerweise stecken wir morgens nicht vor 10 Uhr die Köpfe aus dem Cockpit, um festzustellen, dass schon alle weg sind und wir wieder einmal die letzten im Hafen sind. An diesem Tag lagen ca. 30 sm vor uns. Da es ein Sonntag war, durften wir durch das Militärsperrgebiet fahren, was uns ein Umfahren und damit ca. 20 sm extra eingespart hat. Als wir den Hafen verließen, war es windstill und sehr neblig. Gespenstisch ruhig mit nur 200m Sicht. Wir hielten uns an der Küste und konnten trotzdem kaum den Strand sehen. Jan übernahm, mit Nebelhorn und Fernglas bewaffnet, die erste Schicht. Ich verzog mich unten und legte mich noch etwas hin. Gegen 11 Uhr löste sich der Nebel auf. Ich machte Brote zum Mittag und wir aßen bei strahlendem Sonnenschein. Gegen 2 Uhr passierten wir die Halbinsel Hel und fuhren in die Danziger Bucht. Hier nahm der Verkehr schlagartig zu. Segelboote, Fischerboote, Fähren und fahrende oder vor Anker liegenden Frachter. Da bis Hel Flaute herrschte, sind wir den halben Tag unter Motor gefahren. Bei Einfahrt in die Bucht konnten wir nun endlich die Segel hochziehen und fuhren erst Halb-, dann Vorwind (rechts und links ein Segel, wie ein Schmetterling) die letzen Meilen zur Flusseinfahrt. Schon in der Bucht war es durch den Verkehr deutlich spannender als die bisherige polnische Küste, aber als wir den schmalen Fluss bis zur Stadt hochfuhren, waren wir von den Eindrücken gefesselt. Es gab viel zu sehen. Der ganze Flussverlauf, war sehr belebt und umsäumt mit Kränen und Frachtern sowie vielen anderen uralten und neuen Schiffen. Kurz hinter der Einfahrt fuhren wir an dem Denkmal auf der Westerplatte vorbei, wo wir unsere Nationalflagge gedippt, bzw. kurz eingerollt haben. Das ist laut Hafenhandbuch ein für alle Schiffe  zur Ehrenbezeugung verpflichtender Brauch. Hier auf der Westerplatte fing der zweite Weltkrieg an, als die Deutschen die Polen angriffen. Nach etlichen Flusskreuzungen kamen wir tatsächlich in der Stadt an. Es schien als fuhren wir direkt durch das Stadtzentrum. Es war ein schöner Sonntag und viele Leute flanierten an der schönen Flusspromenade. Hier lag auch die Marina sehr zentral mit Blick auf die alten Stadtgemäuer. Im Hafen trafen wir deutsche Bekannte. Die Favea, die wir schon in Leba getroffen hatten und die Fee, die wir aus Wladyslawowo kennen. Viele, vor allem Deutsche, haben gleiche Pläne und fahren die gleiche Route. Als wir ankamen war es ca. 7 Uhr, wir kochten und genossen eine lange heiße Dusche.

An der Mündung passieren wir den alten Leuchturm und das Hafenamt…
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… das Denkmal auf der Westerplatte…
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…vorbei an vielen historischen Bauten…
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…manche gut erhalten…
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…manche weniger gut…

 

 

 

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…kommen wir nach etwa einer Stunde Fahrt im Zentrum der Stadt an.

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Und finden sogar die Marina, direkt gegenüber von dem berühmten Krantor.

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