Grenå, DK

Von Anholt ging es weiter nach Grenå, einem kleinen Ort an der Ostküste des dänischen Festlands. Es war schönes Segelwetter mit Sonnenschein. Anfangs segelten wir in der Nähe von zwei anderen deutschen Yachten. Jan machte Fotos von den beiden Seglern. Vielleicht würde wir sie abends im Hafen treffen und ihnen die Fotos geben. Da man selten Bilder von seiner eigenen Yacht beim Segeln bekommt, freut man sich immer über Fotos. Auf dem zweiten Teil unserer Kattegat-Überquerung passierten wir einen großen Windpark. Der Windpark lag direkt auf unserer Route, da es laut unserer Karte ein Sperrgebiet war, fuhren wir um den Windpark herum. Bisher kamen wir solchen Anlagen nie so nah. Es war schon beeindruckend, wie die vielen Windräder aus dem Meer wuchsen.

Der Hafen in Grenå war nicht besonders schön. Unweit der Marina gab es ein Industriegebiet, welches für einen eigenartigen Geruch sorgte. Typisch dänisch waren die Ferienwohnungen an der Marina. Kleine zweistöckige Reihenhäuser mit Balkon zum Yachthafen. In der Nähe gab es aber einen schönen Badestrand, an dem sogar noch Leute badeten. Kurz nach dem Einlaufen zog der Himmel zu und so beschränkten wir unsere Erkundungstour auf das Marinagelände.

Einen der beiden Segler, die Jan fotografiert hatte, trafen wir auch an. Er freute sich sehr über die Fotos, da er das Boot ganz neu gekauft hatte. Er lud uns auf sein Boot ein, während er die Fotos auf seinen Computer kopierte. Als wir seine Frage nach unserem Bootsnamen beantworteten, meinte er ganz aufgeregt, dass er uns unbedingt etwas zeigen müsse. Er nahm uns mit nach unten und deutete auf ein Bild an der Wand. Es war ein Foto eines Hafens in der Atacama Wüste. Sein Großvater hatte dort im Krieg 6 Jahre gelebt und ist auch dort verstorben. Er hatte nun sein Boot nach dem Boot seines Vaters bennant, auf dem er segeln gelernt hatte. Und sein Vater hatte sein Boot nach den Erlebnissen seines Vaters benannt. Das Boot auf dem wir uns also gerade befanden, hieß wie ein Hafen in der Atacama. Das war echt ein schräger Zufall.

Am Abend, nachdem alle ihr „Abendspektakel“ beendet hatten, kamen Leni und Daniel von der EigenArt zu Besuch. Auch an diesem Tag hatten wir mit Grenå wieder einmal das selbe Ziel. Nachdem wir nun schon so lange gemeinsame Wege teilten, wollten wir endlich mal ein Bier zusammen trinken. Die kleine Helene schlief nebenan im Boot. Die EigenArt durften wir uns dann am nächsten Tag auch einmal anschauen. Sie sieht tatsächlich von innen so besonders aus, wie von außen. Sehr bunt und liebevoll zurecht gemacht. Mit einem Meter ein ganzes Stück kleiner als die Atacama, aber super gemütlich.

 

Den Weg von Anholt nach Grenaa prägt dieser Windpark…

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Der Hafen an sich hat uns nicht besonders beeindruckt…

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Auch nicht in der Abendsonne…

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