Lilla Edet, Trollhättan Kanal, SWE

Von Vänersborg aus starteten wir am nächsten Tag unsere Tour durch den Trollhättan Kanal. Der Eingang zu diesem Kanal war eine Brücke hinter dem kleinen See. Zusammen mit der englischen Yacht Penelope, mit der wir auch schon im Göta Kanal zusammen geschleust wurden, kreisten wir auf dem See, bis die Ampel grün wurde und sich die Brücke öffnete. Zusammen mit der Penelope fanden wir uns dann kurze Zeit später auch in der ersten Schleuse wieder. Im Gegensatz zu den Schleusen im Göta Kanal, wo der Hub maximal 3,5 war, wurden schon bei der ersten Schleuse mit einem Hub von 4,9 Metern deutlich tiefer heruntergelassen. Im Trollhättan Kanal müssen wir insgesamt 6 Schleusen mit einem gesamt Hub von 45 Metern passieren.

Nach der ersten Schleuse und einigen Brücken, kamen wir in die Stadt Trollhättan. Eine für Schweden wichtige Industriestadt. Dem Kanalverlauf folgend wirkte die Stadt freundlich. Am Ende der Stadt kam die zweite Schleuse. Die Penelope legte an dem kleinen Yachthafen neben der Schleuse an. Nachdem wir vor der Schleuse vergebens auf Öffnung warteten, legten auch wir an und Jan ging los, um den Schleusenwart zu finden, der wohl gerade sein Mittagschläfchen machte. Als die Schleuse öffnete, warteten wir schon zu dritt mit einem schwedischen Boot und einem norwegischem Boot. Beide kannten wir bereits aus dem Göta Kanal. Nachdem wir diese Schleuse passiert hatten, kam gleich eine Schleusentreppe mit drei weiteren Schleusen. Diese Schleusen lagen in einer Felsspalte, die zwischen zwei Felsen gesprengt wurde. Auf der einen Seite ragte  der Felsen sehr hoch. Vor allem nachdem man runter gelassen wurde, wirkten die Wände der Schleuse erdrückend hoch. Wir hielten uns am Rand der Schleuse an einer Leiter fest. Wenn langsam das Wasser rausgelassen wurde, hanglten wir uns Sprosse für Sprosse weiter unten. Da das Wasser hier langsam unten rausgelassen wurde und nicht, wie im Göta Kanal durch Ventile in den Schleusentüren, war der Wasserwirbel in der Schleuse deutlich geringer.

Nach der Schleusentreppe kamen eine Weile keine Hindernisse, bis wir nach einer Stunde den Hafen Lilla Edet erreichten. Es war ein kleiner Hafen direkt neben der nächsten und letzten Schleuse. Der Hafen lag an einem schmalen Streifen Land inmitten des Kanals. Die Stadt, welche man über eine Brücke erreichte, war nichts besonderes und da es anfing zu regnen blieben wir nicht lange draußen. Es gab im Hafen einen kleinen Raum mit Dusche und WC. Da die Hafengebühr in der Kanalgebühr mit in begriffen war, gab es kein Hafenbüro und auch sonst kein Infos zu dem Code zu den Toiletten. Ein deutsches Paar, das mit schon in Vänersborg kennengelernt hatten, kannten aber den Code von anderen Segler bei einem früheren Besuch. So kam der Code von Boot zu Boot und alle bekamen eine heiße Dusche.

Nachts wurden wir von einem Frachter, einem Vänermax speziell für den Kanal konstruiertem Frachtschiff, geweckt. Er hatte an der Schleuse angelegt und lag da mindestens eine Stunde mit laufendem Motor. Wir schreckten aus dem Schlaf, als wir wieder einmal das Gefühl hatten, die Atacama würde zerschreddert werden.

Obwohl der Trollhättan Kanal ein recht industrieller Kanal ist, hat er auch seine schönen Abschnitte.

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Die Schleusen sind wesentlich größer als im Göta Kanal.

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Der Verkehr auch ein anderer…

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Das Schleusen an sich läuft aber wesentlich entspannter ab…

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Hier und dort müssen wir auf Brücken oder Schleusen warten, aber im Ganzen geht es zügig voran – der Strom schiebt mit.

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Lilla Edet ist nicht zum Verweilen zu empfehlen.

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