Vänersborg, Trollhättan Kanal, SWE

Am nächsten Tag ging es weiter durch den Vänersee Richtung Vänersborg. Zusammen mit der EigenArt und gefolgt von der Gas Pirate und einem holländischen Boot verließen wir den Hafen. Die ersten 5 Meilen verlief das Fahrwasser durch einen engen Schärengarten. Als wir den Schutz der Schären hinter uns ließen und wieder auf den offenen See fuhren, nahm der Wind zu. 5 Beaufort gegenan. Anfangs kreuzten wir. Es bauten sich, fast wie auf dem Vettern, kurze, steile und fiese Wellen auf. Mir ging es bald nicht gut und ich legte mich unten hin. Jan hielt draußen die Stellung. Als Regenschauern und teilweise sogar Nebel vorbeizogen, nahmen wir dann direkt Kurs auf unser Ziel. Nach ein paar Stunden übernahm ich das Ruder und die 5 Windstärken verwandelten sich in Flaute. Die Gas Pirat war mit ihrem großen Boot im Nebel verschwunden. Die EigenArt sahen wir in der Ferne eisern kreuzen. Gegen 19 Uhr fuhren wir in das Fahrwasser von Vänersborg ein. Es war ein ungewohnt langes breites Fahrwasser mit riesen roten und grünen Tonnen rechts und links. Das Fahrwasser führt durch die Stadt über einen kleinen See zum Trollhättan Kanal, durch den wir die nächsten Tage nach Göteborg fahren wollten. Die Gästemarina befand kurz hinter einer Klappbrücke. Glücklicherweise wartete auf der anderen Seite schon ein Boot, sodass sie sich gleich öffnete, als wir kamen. In dem Hafen lagen nur wenige Gastboote. Ein Däne sprang aus seinem Boot, um uns beim Anlegen zu helfen. Hier in dem Hafen legten wir das erste mal mit den komischen Grundleinen an. Man fährt bis zum Steg und angelt die veralgte Leine aus dem Wasser, um sie am Heck des Bootes festzumachen. Keine schöne Variante, wie ich finde. Wie waren jedenfalls froh endlich im Hafen zu sein.

Am nächsten Morgen wachten wir bei strömendem Regen auf. Da zusätzlich zu dem andauernder Regen auch starker Gegenwind vorausgesagt war, blieben wir im Hafen. Ich lief gleich morgens zur Tourismus-Information, um mich über die Elch-Safari zu informieren. Nahe Vänersborg gibt es ein Revier, in dem der König schon immer Elche gejagt hat. Hier konnte man an Europas einziger Elch-Safari teilnehmen. Das wollten wir natürlich sehr gerne machen. In der Touri-Info sagte man mir, das die nächste Safari erst 2 Tage später wäre. Und das sie beim letzten mal 5 Elche gesehen hatten. Leider zu spät für uns. Also stiefelte ich enttäuscht im strömenden Regen zurück zum Hafen, um mit Jan unser gemütliches Hafentag-Frühstück zu genießen. Normalerweise gibt es morgens Müsli. An Hafentagen gibt es aber ein Sonntagfrühstück mit Brot, Ei und Osaft. Je nach Verfügbarkeit natürlich.

Am Nachmittag gingen wir durch die Stadt und zur Promenade. Es scheinte inzwischen die Sonnen und es war schön das Boot nach dem vielen Regen endlich wieder zu verlassen. Es war ein schöner Spaziergang.

 

Die Schären im Vänersee sind nördlich von Läckö sehr schön…

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…aber das Fahrwasser ist auch sehr eng.

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Der Rest des Törns ist weniger schön…

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…und kürz vor Vänersborg müßen wir mal wieder unter einer Brücke durch…

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Der Vänersborg Gästehafen ist auch spärlich besucht…

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Die Stadt an sich hat nichts besonderes zu bieten…

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… aber das Umfeld am Vänersee ist schön für Spaziergänge.

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