Borensberg, Göta Kanal, SWE

In Berg haben wir erstmal richtig schön ausgeschlafen und sind dann erst gegen Mittag gestartet. Auf dem heutigen Programm stand ausschließlich Kanalfahrt mit nur wenigen Schleusen, dafür aber mit vielen Brücken. Zu Beginn der Fahrt trafen wir eine Fähre. Da der Kanal hier sehr eng war mussten wir ziemlich weit an den Kanalrand fahren, um die Fähre vorbei zu lassen. Die Passagiere winkten uns freudig zu, während wir den Schwell abwarteten, bevor wir weiter fuhren.

Probleme gab es heute nur mit dem Brückenwart. Die meisten Brücken werden videoüberwacht und zentral gesteuert. Wir vermuteten, heute saß der Praktikant alleine vor den Monitoren. Bei einer Brücke hat er vergessen auf grün zu schalten. Wir sind langsam ran gefahren, dann kam auch schon das Klingeln, die Schranken gingen zu und die Brücke öffnete sich. Die Ampel blieb auf rot und wir fuhren langsam weiter ran mit der Erwartung, sie würde jederzeit umspringen. Das tat sie aber nicht. Stattdessen ging die Brücke zu und die Schranken hoch. Sofort drauf ging die Ampel wieder zu, die Brücke wieder auf und die Ampel schaltete auf grün. Blöd, dass man mit dem Boot nicht einfach anhalten kann und warten. Und rückwärts fahren ist mit der Atacama in so einem engen Fahrwasser auch eine Herausforderung. Kurz vor der nächsten Brücke wartete schon ein anderes Boot. Wir bremsten nicht ab, um direkt hinter den anderen durch zu fahren.

Als wir kurz vor der Brücke waren, schaltete er die Ampel auf rot und die Brücke ging zu. Jan gab aus voller Fahrt voraus Vollgas zurück – auch Crash-Stop genannt und gleicht einer Notbremsung – um rechtzeitig aufzustoppen. Der alte Motor und das Getriebe spielten mit, aber die Atacama bricht aus. Die Schrecksekunde überwunden fangen wir uns wieder und gestikulieren irritiert Richtung Kamera. Die Brücke ging dann auch wieder auf. Da hatte der Brückenwärter wohl nicht alle Monitore im Überblick. Am Ende gab es dann in Borensberg noch eine Schleuse. Die Tore dieser Schleuse mussten manuell geöffnet und geschlossen werden. Nachdem ich die Atacama vertaut hatte, half ich der Schleusenwärterin und übernahm eine Seite. Ich nahm die Holzkurbel und lief im Kreis, bis die Schleuse zu war. Dann drehte ich vorne die Schleuse auf.

Der Hafen war kurz hinter der Schleuse. Er war nicht so schön, umgeben von Getreide Silos. Neben einem Minigolfplatz gab es ein Restaurant und eine Touri-Info. Das Dorf war klein und außer dem bekannten Göta Hotel und einer Brücke, die über einen natürlichen Fluß führte und eine schöne Aussicht bot, gab es nichts spannendes zu sehen. Wir gingen einkaufen und waren schnell zurück am Boot.

 

Nach einer zweiten Schleusentreppe geht es weiter die längste Baumallee Europas (???) entlang…

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…mit der einen oder anderen Begegnung…

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…durch die Hintergärten…

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…und jede Menge Brücken…

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…vorbei am berühmten Göta Hotel mit eigenem Anleger und manueller Schleuse…

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…nach Borensberg, wo wir und die „EigenArt“ (Boot im Hintergrund, welches einen ählichen Rythmus wie wir fährt) den Tag beenden.

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Wir gehen nochmal ins Dorf…

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…aber das hält nicht lange auf.

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2 Kommentare zu „Borensberg, Göta Kanal, SWE“

  1. Hallo Ihr beiden. Beneidenswert Eure Strecke. Ich bin den Göta Kanal von Berg in Richtung Borensberg und zurück mit dem Fahrrad gefahren. Es ist eine sehr schöne Strecke. Viel Spaß Euch noch. Viele Grüße Udo

    1. Hallo Udo. Wirklich eine schöne Strecke entlang des ganzen Kanals. Haben auch viele zufriedene Fahrradfahrer gesehen, quasi zum anfassen. Danke fürs melden und bis bald.
      Schöne Grüße auch an die anderen Kollegen.
      Jan

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