Berg, Göta Kanal, SWE

Am nächsten Tag verließen wir Norsholm und vorübergehend auch den Göta Kanal. Wir überquerten den See Roxen, der ca. 14 nm lang war. Es war eine angenehme Abwechslung sich mal ganz entspannt zurückzulehnen, ohne auf den engen Kanal zu achten. Als wir dem Ufer näher kamen, sahen wir sie schon, die größte Sehenswürdigkeit des Kanals mit der berühmten Schleusentreppe. Es war eine Anreihung von 7 verbundenen Schleusen die uns vom See 19 Meter hoch zum Kanal brachten. Wir mussten unten knapp 2 Stunden warten, bis die nächste Schleusung hoch stattfinden würde.

Da wir das einzige Boot waren, ging es schnell. Sehr schnell, ohne Pausen zum verschnaufen. Für mich war es ok. Ich sprang von Bord und begleitet die Atacama zu Fuss in die Schleuse, um sie fest zu machen. Dann wartete ich bis sie hoch kam, um sie wieder los zu machen, in die nächste Schleuse zu begleiten und fest zu machen. Jan hingegen kam ins Schwitzen. Rein fahren, Motor aus, durchgehend vorne und hinten festziehen, Motor an, in die nächste Schleuse fahren. Da muss er immer voll konzentriert sein. Ich hingegen stehe oben und unterhalte die Touris. Es kommen immer viele Leute, um zuzuschauen. Sie stehen direkt am Schleusenrand im Weg, wenn ich mit Seilen hin und her eile oder löchern mich mit Fragen. Nach einer Stunde etwa sind wir oben und die Vorstellung ist zuende. Ohne Trinkgeld zu geben, schleichen die Zuschauermassen sich davon.

Oben angekommen gab es einen kleinen See in dem auch der Hafen war, indem wir übernachten wollten. Er war fast leer. Man merkt inzwischen schon stark, dass der Sommer fast vorbei ist. Nachdem Anlegen schauten wir uns das kleine Dorf an, dessen Centrum ein ICA Supermarkt war. Es war nicht viel los. Die Menschen hielten sich am See und an den Schleusen auf. Der Campingplatz mit den vielen Wohnmobielen war noch recht voll. Fähren hielten am See und holten die letzten Schaulustigen ab. Der See wirkte friedlich im Sonnenuntergang. Doch wir konnten uns aus Erfahrungen vorrstellen, wie es hier während der Saison aussieht, wenn sich Boot dicht an dicht drängt. Wenn sich vor jeder Schleuse und Brücke Schlangen bilden und man zu viert in die Schleusen gequetscht wird. Wenn alle Häfen voll sind und man auch in jeder engen Kurve Boote trifft. Wir waren froh, dass wir das nicht erleben mussten.

Über den See Roxen geht es nach Berg…

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Wo wir die längste Schleusentreppe des Kanals erreichen…

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…und erstmal 2 Stunden warten müssen, bis wir an der Reihe sind.

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…denn der Gegenverkehr muß erst durch…

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…also schauen wir uns das Spektakel aus der Nähe an…

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Als wir an der Reihe sind geht es zügig den Berg hoch und ich komme in der stehenden Luft in der Schleuse ins Schwitzen…

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Am Abend und nach dem Einkaufen wird frisches Gemüse gekocht.

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