Björko, Mälaren, SWE

Am nachsten Tag ging es also das zweite Mal los in Richtung Birka. Nach nur 4 nm waren wir da und entschlossen uns spontan an die Ostküste, die Leeseite zu fahren. Der kleine Wikingerhafen war auf der Westseite, die allerdings nur 2 km entfernt lag und wir sie auch zu Fuss erreichen konnten. An der Ostseite fanden wir 2 Häuser in einer kleinen Bucht. Die Bucht war im Süden durch eine kleine Insel geschützt, was zu den Wettervorhersagen gut passte. Da die ganze Küste mit Schilf bewachsen war, hofften wir einen Anleger der beiden Häuser zu finden und benutzen zu dürfen. Nachdem wir den Anker warfen, sprangen wir erst einmal ins Wasser. Die 2 Häuser waren gut versteckt und es fuhren kaum Boote an der Insel vorbei. Wir waren absolut ungestört und fühlten die Freiheit. Da es am Himmel wieder dunkler wurden, blieben wir am Boot. Wir überlegten noch, ob wir wieder lieber zurück in den Hafen fahren wollten, da fing es schon an zu blitzen. Das Gewitter zog an uns vorbei, doch die Gewitterboen trafen auch uns. Plötzlich drehte der Wind und frischte von 0 auf 6 Beaufort auf. Wir saßen draußen beobachteten das Schauspiel, aber vor allem unsere Position und den Anker. Doch er hielt uns sicher an der geworfenen Position.

So schnell wie es kam verschwand das Gewitter. Jan paddelte mich mit dem Dinghi zwischen dem Schilf hindurch zu einem privaten Steg. Wir hatten zuvor ein Boot in diesen von fernem unsichtbaren Schilfspalt fahren sehen. Wir kamen uns vor wie bei einer Amazonas-Expedition auf dem 1 m breiten Wasserweg zwischen den hohen Schilf. Als wir am Steg ankamen, begrüßten uns hunderte fette Mücken. Wir zogen unser Mückenspray hervor und kämpften uns bis zu dem Haus vor. Es war ein komisches Gefühl an einem privaten Steg anzulegen und einfach durch den Garten zu dem Haus zu gehen. Mit Sicherheitsabstand rief ich nach jemandem. Eine sehr nette Frau kam heraus und es war natürlich überhaupt kein Problem ihren Steg zu nutzen, um die Insel zu erkunden. Das erste Stück ging durch den Wald, wir liefen förmlich, um die Mücken abzuhängen. Dann kam die Erlösung und der Weg ging durch Kornfelden auf die andere Seite. Es war schon abends und die Sonne stand tief. Es lag ein tolles Licht über der Insel. Wir passierten eine Freilichtkirche und schauten sie uns an. Eine kleine Tür stand offen, die großen Tore waren geschlossen. Drinnen und draußen gab es Bänken. Als nächstes kammen wir an einem Camp der Taucher vorbei. Es wird noch immer nach Überresten der Wikinger getaucht. Birka oder Björko war früher, als es Stockholm noch nicht gab, die wichtigste Handelsstadt. Viel gab es allerdings nicht mehr zu sehen. Für die Touris wurden Ausstellungen und Lehmhäuser errichtet. Nach Birka fuhr ebenfalls von Stockholm eine Fähre und es kamen viele Touristen hierher. Das einzige was wirklich schön war, waren die Überreste oder der Hügel  auf der früher die alte Festung stand. Es war zwar alles überwachsen und man konnte kaum etwas erahnen, aber es war der höchste Punkt der Insel und man hatte einen tollen weiten Ausblick bei untergehender Sonne.

Zurück am Boot sprangen wir erneut ins Wasser, bevor wir unser Abendprogramm starteten.

 

Vor Birka angekommen, dauert es nicht lange bis ein nahe vorbeiziehendes Wäremgewitter die vor Anker liegende Atacama ordentlich durchschüttelt…

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Wir machen uns auf eine Expedition in die alte Wikingerhauptstadt…

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…dessen Zugang nur eingeweihte kennen…

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Auf der Insel gibt es nicht mehr viel zu sehen, aber die Landschaft ist schön und wir genießen die Eindrücke (sofern wir nicht gerade gegen Mücken kämpfen)

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Es gibt auch einen Anleger für Sportboote, den wir aber nicht anlaufen, sondern nur zu Fuß erkunden…

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Durch die anhaltende Hitze machen manche Ecken hier in Schweden der Afrikanischen Savanne alle Ehre…

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Ansonsten genießen wir unseren Ausflug…

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…und die Ruhe fernab von schwedischen Familienbooten…

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