Stockholm, SWE

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker schon um 6 Uhr. Wir wollten um 11 Uhr in Stockholm sein, um sicherzugehen, dass wir hier einen Platz im Wasahafen bekommen würden. Es war neblig als wir los fuhren. Die Umgebung wirkte gespenstisch. Es war eine eigenartige Stimmung und die kleinen Insel voller schwarzer Kormorane, die wir passierten, passten gut dazu. Nach einer Weile übernahm ich das Steuer. Es war eine spannende Strecke, da wir die Wasserwege um diese Zeit nicht hauptsächlich mit anderen Sportbooten teilten, sondern mit den großen Fähren und Kreutzfahrtschiffen. Da auch hier der Weg oft eng wurde, kam es zu einigen aufregenden Situationen. Ich musste Jan ein paar Mal aus seinem Nickerchen reißen, weil mir das Abschätzen von Distanzen und Geschwindigkeiten noch immer schwer fällt. Und wenn man dann auf eine sehr enge Engstelle zufährt und von einem solchen Riesen verfolgt wird, ist es schon interessant, wo man wohl überholt wird. Da die Fähre langsamer durch diese Engstelle fuhr, konnten wir unseren Vorsprung noch durch diese Schlucht aufrecht erhalten. Bei einem Kopf-an-Kopf Rennen mit einem finnischen Opi, der mich langsam wegdrängte, hatte ich genug und Jan übernahm wieder.

Als wir im Wasahafen in Stockholm ankamen, fanden wir schnell einen Liegeplatz. Es war absolut windstill im Hafen bei 32° im Schatten. Und es war laut. Der Hafen lag neben einem Vergnügungspark, man hörte genau, wann es bei Achterbahn und Co wieder herunter ging. Außerdem gab es in dem benachbarten Park eine Theatervorstellung oder eher ein Musical mit ganz schlimmer und viel zu lauter Musik. Es war viel los im Hafen, Boote kamen und gingen und viele Menschen liefen über die Stege. Wir waren wieder in einer Stadt. Das Einzige, was uns tatsächlich störte, war das wir hier nicht ins Wasser springen konnten, weil es zu dreckig war. Und die Hafengebühr über 350 Kronen, also ungefähr 38 €. Das war neuer Spitzenrekord. Aber hier erreichten alle Preise den Spitzenrekord. Wir hatten sogar den Eindruck, dass es in Finnland günstiger war. Da waren wir aber auch nur selten einkaufen.

Wir blieben 4 Nächte in Stockholm und sind die Straßen rauf und runter gelaufen. Wir haben uns sehr viel angeschaut und wir waren im Wasamuseum. Hier wird die Wasa ausgestellt. Sie ist ein altes, sehr großes Holzsegelschiff aus dem 17. Jahrhundert. Das Schiff wurde für den König gebaut und ist durch eine Fehlkonstruktion und die Beladung von 64 schweren Kanonen schon bei ihrer Jungfernfahrt in der Stockholmer Bucht untergegangen. Außerdem waren wir in der Altstadt und haben uns die anderen kleinen Inseln des Zentrums angeschaut. Wir haben uns den Sonnenuntergang über Stockholm von einem Berg aus angesehen und nachher die Stadt bei Nacht erkundet. Und wir haben uns in die Stadt verliebt. Sie ist wirklich sehr schön und super vielseitig. Und sie hat viel Wasser.

Ich hatten mir die Füße in den Flipflops aufgerissen und Jan hatte sich Blasen an den Füßen zugezogen, weil er seine bequemen Schuhe in Helsinki in der Dusche stehen lassen hat. Aber immerhin haben wir keinen Sonnenstich bekommen. Schon nach den Aufstehen morgens wurde es auf und in der Atacama extrem heiß. Trotz Sonnensegel war es im Cockpit unerträglich und unten stieg das Thermometer schnell auf über 40°, es war wie im Backofen.

Samstag morgens verließen wir Stockholm mit den Mälaren als nächstes Ziel.

 

Hier einige Fotos. Da wir länger vor Ort waren und es auch viel  zu sehen gab, sind hier auch mehr Fotos zu sehen, aber es verschlingt einfach sehr viel Zeit, die wichtigsten rauszusuchen. So haben wir es hier uns etwas einfacher gemacht.

Morgens geht es bei diesiger Sicht los. Es ist etwas gespenstisch…

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Später klart es dann zur Freude der Steuerfrau auf…

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…als wir in Stockholm einlaufen…

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… ist es wieder heiß und die Sonne brennt. Der Hafen – Wasahamn – hat sich darauf eingestellt…

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… auch wenn es überwiegend überall knochentrocken ist, gibt es hier und dort noch Farbe, wie am Hafencafe…

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…das zwischen Hafen und dem Wasamuseum liegt, wo wir am zweiten Tag Schutz vor der Hitze suchen.

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Hier ein Bild von der unglücklichen Wasa…

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…und hier ein Bild von der glücklichen Johanna, die sich über den Sommer freut.

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Ansonsten erkunden wir Stockholm von allen Seiten – bei Tag und Nacht…

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Eine der vielen Promenaden entlang des Wassers…

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…eine andere…

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…rechts der Königspalast…

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… in der Altstadt…

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… ist viel los…

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…und das Zentrum des touristischen Geschehens…

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…mit Drachentötern…

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…und anderen skurrilen Gestalten…

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Von einer der über ein dutzend Inseln von Stockholm hat man eine schöne Aussicht über das Zentrum…

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…und den Sonnenuntergang.

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In der Altstadt ist Abends weniger los…

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… die Stockholmer feiern wohl eher in den weniger touristischen Vierteln, wie diesem modern wirkenden hier…

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Ansonsten machen wir noch Ausflüge ins Grüne…

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…was auch unmittelbar von unserem Hafen aus erreichbar ist und wir uns nach neuen Immobilien umschauen…

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…und – wie hier in Schweden die weitläufige Meinung von Deutschen ist – nehmen wir es auch gleich in Beschlag…

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