Paradisviken, SWE

Nachdem wir in Furusund unseren Wassertank neu aufgefüllt und alle Batterien und Akkus geladen hatten, wollten wir am nächsten Abend in einer kleinen Bucht ankern. Kurz nachdem wir los fuhren, zogen Wolken auf und in der Ferne zog ein Gewitter vorbei. Da sich in Richtung Norden ein weiteres Unwetter bildete, entschieden wir uns für die Alternative einen kleinen Hafen auf der Nordseite von Ingmarsö. Als wir in die winzig kleine Bucht einliefen, stellten wir fest, dass der Hafen geschlossen war. Es lagen nur wenige flache Motorboote zwischen dem Schilf. Da der Himmel wieder aufklarte, fuhren wir langsam die Küste zurück in Richtung der ausgesuchten Ankerbucht. Wir nahmen spontan eine Abkürzung und erkundeten eine andere kleine Bucht, die aber auch schon sehr voll war. Wir fuhren den engen Weg weiter zu unserer Bucht, die direkt hinter der ersten lag. Der Weg war wunderschön: raue Felsen links und rechts und sehr grün bewachsen. Allerdings eng und nur 4 m tief. Die 4 m waren mir schon unheimlich und der 6 m Durchmesser der engsten Stelle des Spalts dann erstrecht. An der Engstelle hing dann noch ein Schild am Felsen, da es schwedisch war verstanden wir es auf die Schnelle nicht. Es war also ein spannende Situation, doch Jan hat uns mit etwas Mut sicher durchgesteuert.

Als wir auf der anderen Seite raus kamen, hatten wir unser Ziel erreicht: Paradisviken. Wir waren nicht die einzigen, die an diesem schönen Juli Wochenende das Paradies aufgesucht hatten. Die relativ große Bucht war voll. An den Felsen rings um die Bucht reihten sich Boot an Boot. Motorboote und Segelboote, groß und klein. Viele Ankerlieger besetzen auch schon die halbe Bucht. Musik schallte, Kinder kreischten, das Sprungbrett quitschte, Wasser plätscherte. Nachdem wir nach einiger Zeit noch einen guten Platz für unser Nachtlager gefunden hatten und auch unseren Anker geworfen hatten, saßen wir sprachlos im Cockpit und beobachteten das wilde Treiben.

Nach kurzen Zeit hatten wir uns aklimatisiert und mit den Umständen angefreundet. Wir ruderten an Land und schauten uns die kleine Insel an. Auch hier waren die Wanderwege und die Spielplätze voller Menschen. Wir liefen die Felsen entlang und bestaunten die schwedische Anlegekunst. Sie machten sich entweder direkt an den steilen Felsen fest oder banden ihre Leinen an den Bäumen oben auf dem Felsen fest. Wir hätten zu gern gesehen, wie sie die steilen Felsen hoch klettern, um die Leinen um einen Baum zu winkeln. Auf einem kleinen Boot fand eine Party statt. 20 Jugendliche standen und tanzten auf dem engen Segelboot. Die Sonne schien und es roch nach Grillfeuer. Die Kinder führten akrobatische Kunststücke am Sprungbrett vor. Ein kleines Boot fuhr umher und verkaufte Eis. Es gab nur ein kurzen Steg und ein Trocken-WC und Wlan.

Zurück am Boot sprangen wir auch ersteinmal ins Wasser. Das Wasser war warm und ruhig, wie in einem See. Auch hier verbrachten wir den Abend bis spät im Cockpit, sahen uns den Sonnenuntergang an, beobachteten Menschen und Boote, kämpften gegen Mücken und tranken Wein. Es war tatsächlich paradiesisch.

 

Von Furusund geht es erst durchs Hauptfahrwasser…

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… weiter durch die Stockholmer Schären…

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…bis nach Ingmarsö Nordhafen, der selbst für uns zu klein erscheint…

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Also beschliessen wir doch zu Ankern und tasten uns vorsichtig durch die teilweise sehr enge Spalte zwischen Idholm und Ingmarsö in eine Bucht vor. Bei den engen Spalten hatten wir nicht mehr die Nerven die Kamera rauszuholen, aber zur Anschauung zeigt das untere Bild wie das etwa aussieht, nur noch schmaler…

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…bis wir schliesslich in unserer Bucht ankommen und Anker werfen, ins Dinghi steigen und die östliche Insel – Idholm – erkunden…

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Es gibt noch einen „richtigen Hafen“ auf der Insel, der auf der Ostseite liegt und den wir uns auch anschauen…

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… und auch mal in die Bootshäuschen schauen können,…

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… das obligatorische „Turtelfoto“ schiessen,…

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… und zurück zu unserer Bucht wandern,…

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…um uns mal das bunte Treiben der Einheimischen anzuschauen,…

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…die sich eng zusammen gekuschelt an die Felsen legen…

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… und alles zum Festmachen nutzen was sich nicht wehrt…

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Später kommt noch ein RIB-Boot vorbei, daß Eis und Brötchen verkauft. Die Kinder freuen sich!

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Am Abend hat sich die Bucht immer weiter gefüllt und auch im Ankerfeld wird es kuschelig…

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