Furusund, SWE

Von Arholma ging es weiter nach Furusund, einer weiteren kleinen Inseln im Stockholmer Schärengarten. Weil wir nach einer Ankernacht meist Wasser und/oder Strom für die elektrischen Geräte (hauptsächlich Kameras) benötigten, suchten wir diesen Hafen auf. Wir haben schnell festgestellt, das Häfen mit Strom hier Mangel sind. Die meisten Häfen hier sind ohne Strom und meist ohne Wasser und Duschen. Schweden ankern gerne. Oder sie bevorzugen kleine Naturhäfen. Bietet sich ja auch an bei den Buchten. In Finnland war das trotz ähnlicher Buchten allerdings ganz anders. Finnen bevorzugen scheinbar voll ausgestattete Häfen. Mit Strom und sehr guten sanitären Einrichtungen. Und natürlich mit einer Sauna. Das wahrscheinlich wichtigste Kriterium. Sauna ist den Finnen deutlich wichtiger als den Schweden. Es ist ja auch viel mehr Event, Leute treffen und Bier trinken. Ich vermisse die Sauna jetzt schon, auch ohne Leute und Bier.

Das 200 m breite Fahrwasser vor der Insel Furusund war super viel befahren. Viele Segler und Motorboot. Kurz vor dem Hafen fuhren Fähren in kurzen Abständen von einer Seite auf die andere. Als wir einfuhren wussten wir aber noch nichts von den richtig großen Schiffen. Scheinbar war hier das Fahrwasser mit 30 m eines der tiefsten in den engen Schären. Daher fuhren auch die Kreuzfahren und die zahlreichen großen Fähren nach Mariehamn, Turku, Helsinki und Tallinn durch dieses Fahrwasser. Der Hafen lag direkt am Fahrwasserrand. Schon kurz nach dem Anlegen bemerkten wir den extremen Schwell, verursacht durch die vielen Motorboote, die vorbei rasten und die anderen monströsen Schiffe, die sich langsam vor unserem Hafen vorbeischoben. Die Atacama wurde mal wieder in regelmäßigen Abständen so richtig durchgeschüttelt.

Nachdem wir in einer kleinen Tankstelle ein paar Lebensmittel eingekauft haben, ging ich joggen. Jan spannte das Sonnensegel, unseren Sonnenschutz für das Cockpit auf und erholte sich von der anstrengenden Navigation. In den Duschen durfte ich feststellen, dass es doch eine Sauna gab. Als ich reinging durfte ich feststellen, dass sie für Männer und Frauen war. Und das sie nur 70° warm war. Beides absolut unfinnisch. Trotzdem tat sie wie immer gut nach dem Laufen. Abends saß ich im Cockpit, schrieb am Blogg und beobachtete unter anderem die Costa Pacifica, wie sie sich auf dem Weg von Stockholm nach Kiel direkt vor unserer Veranda an uns vorbei schob.

Hier segeln wir von Arholma nach Furusund.

DCIM100MEDIA

 

Furusund liegt auf einer kleinen Insel, die wohl nur als Durchgangsstopp dient – sowohl für Boote, als für den Landverkehr.

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Im Dorf gibt es nicht viel zu sehen, nur Schweden, die es sich gut gehen lassen….

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Der Hafen ist gut organisiert, auch wenn die meisten Boote nur so lange bleiben wie nötig.

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Hier die Costa Pacifica wie sie durch die Enge schleicht. Ohne große Wellen zu verursachen, die kommen von den kleinen Sportbooten die ohne Rücksicht zu nehmen durchrauschen…

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