Dragesviken, FIN

Der nächste Morgen war regenfrei, aber bewölkt und kalt. Ziel an diesem Tag war Dragesviken, ein kleiner Hafen auf der Halbinsel Porkala inmitten des finnischen Schärengartens. Mit Mütze und Jacke bis zur Nase hochgezogen ging es los. Es war eine wunderschöne Strecke durch die Schären von Helsinki. Wir folgten der grünen Linie, dem Fahrwasser, das in der Seekarte eingezeichnet war. Die Strecke war durchgehend betonnt und stark befahren. Das absolute Gegenteil vom dem, was wir bisher gewohnt waren. Es ging durch enge Spalten hindurch an kleinen und sehr kleinen Inseln vorbei. Neben den Touri-Seglern wurde die Strecke auch von vielen Motorbooten genutzt. Alle paar Minuten rasste eins an uns vorbei und brachte die Atacama zum Schaukeln. Aber auch die Motorbootfahrer grüßten nett. In Deutschland grüßen sich zwar Segler, aber Motorbootfahrer meistens nicht. Hier schien es keine Unterschiede zu geben. Vielleicht weil die Segler so an den Lärm und die Schaukelei gewöhnt sind, dass es sie nicht mehr stört. Für die Finnen ist Bootfahren auch notwendig und oft ein Hauptverkehrsmittel zwischen Inseln und Festland.

Als wir in Dragesviken ankamen war ich eingefroren. Es war der erste Juli und fühlte sich aber an wie Herbst. Trotz grauem Wetter wirkte die Bucht sehr einladend. Nadelwälder mit felsigen kantigen Küsten. Der kleine Hafen mit ca. 20 Gastbooteplätzen war schon fast voll. Nach uns kamen noch ein weitere Boote, die sich einfach irgendwo dazwischen quetschten. Wenn ich denke, der Hafen ist voll, quetschen sich noch mindestens 2-3 Boot irgendwie rein.

Die nächsten 2 Tage war uns der Wind zu stark und wir blieben, wie auch ein paar andere Boote, im Hafen. Die Sonne schien und es waren zwei schöne Tage. Wir lagen in der Sonne und lasen. Wir sind quer durch den Wald zur Steilküste gewandert und haben uns die Umgebung angeschaut. Wie haben aber auch das Deck und das Cockpit wie wild poliert und gewachst und sind joggen gegangen. Bei unseren Hafen gab es einen kleinen Laden und ein Restaurant. In der Umgebung standen auch nur vereinzelte Häuser im Wald. Es war eine sehr ruhige Bucht und wir konnten uns gut erholen. Nach Tallinn und Helsinki war es schön, sich ein paar Tage zu nehmen, ohne Sightseeing zu machen.

Für uns ist die Fahrt in den Schären neu und an die Tuchfühlung mit den Felsen müssen wir uns noch gewöhnen…

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Auch wenn man immer konzentriert bleiben muss, ist es wunderschön – auch ohne Sonne.
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Dragesviken liegt in einer kleinen Bucht etwas abseits des Kleinboot-Pilger-Pfades dem wir folgen.
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Wir gehen spazieren…
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…erkunden die andere Seite der Halbinsel Porkala…
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… und pflegen die alte Dame…
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