Riga, LV, Tag 1-3

Um am früheFreiheitsstatuenzukommen, sind wir in Roja bereits früh morgens gestartet. Um 4 Uhr sind wir aufgestanden. Weil die Uhrzeit meine Idee war und ich schon relativ fit war, bin ich sofort aufgesprungen, habe mich angezogen und habe das Boot klargemacht, während Jan sich ganz verschlafen erstmal einen Kaffee gemacht hatte. Verkehrte Welt an diesem Morgen! Um Punkt 5 Uhr, als dann Jans Wecker klingelte, legten wir ab. Und fuhren in einen wunderschönen Sonnenaufgang. Es war ein schöner Morgen mit wolkenfreiem Himmel und man glaubt es kaum, auch genug Wind zum segeln. Ich übernahm die erste Schicht und Jan legte sich wieder hin. Es war kalt, aber schön. Um 9 Uhr übernahm Jan. Der Wind nahm ab und wir motorten zügig Richtung Riga.

Nachmittags um 16 Uhr fuhren wir in den Fluss Daugave ein. Von hier an ging es ca. 1 Stunde flussaufwärts ähnlich wie in Danzig durch das Rigaer Hafengebiet entlang aller Art von Frachtschiffen und Kränen. Die Marina Andrejosta in Riga war sehr lebendig. Es war ein großer Hafen und es gab noch viele freie Liegeplätze. Seid Kleipeda habe ich immer Angst, dass wir keinen Platz mehr finden. Außer in Kleipeda hatten wir aber auch noch nie Probleme. Im Gegensatz es gibt meist viele freie Plätze oder wir sind sogar die einzigen. So natürlich nicht in Riga… oder Kleipeda! An der Begrenzung zwischen Marina und Fluss war ein Fährterminal, an dem eine Tallink Fähre lag. Der Hafen war umrandet mit schicken Bars und Restaurants. Wir wurden von einen Wachmann empfangen, der uns einen Stadtplan und ein Formular in die Hand drückte. Wir hatten sogar eine gute Internetverbindung auf dem Boot. Nach dem Anlegen tranken wir ein Bier und beobachteten die Hafengeschehnisse. Einige Deutsche und einige Holländer, ein Litaue lagen im Hafen. Aber auch viele einheimische Boote, von denen viele zu einem Feierabendtörn rausfuhren. Dann gingen wir in dem hippen Restaurant direkt hinter unserem Steg essen. Es gab Burger für Jan und Lachs mit Polenta für mich. Im Sonnenschein auf der Veranda mit Blick auf die Boote und gutem Essen, war es ein schöner Ausklang eines schönen Tages.

Am nächsten Tag schliefen wir aus. Nach der Nachttour und dem frühen Aufstehen gestern hatten wir etwas Schlaf nachzuholen. Gegen Mittag begannen wir unsere Sightseeing-Tour. Riga ist eine sehr schöne Stadt. Sie verbindet eine schöne, große historische Altstadt mit modernen Stadtteilen. Das Stadtbild ist neben der Altstadt durch Stadtteile mit tollen, hohen und verzierten Gebäuden im Jugendstil geprägt. Außerdem gibt es Parks mit kleinen Flüssen und allgemein viele Grünflächen. Im Vergleich zu Danzig ist Riga deutlich moderner, jünger und weiterentwickelter. Beides sehr schöne Städte, aber nach Riga würde ich ziehen, nach Danzig eher nicht. Auf der Suche nach einem Restaurant entschieden wir uns gegen die Touri-Restaurants in der Altstadt, vor deren Eingängen traditionell gekleidete Frauen tanzten und Folklore-Musik von ähnlich traditionell gekleideten Live-Bands gespielt wurde. Wir bevorzugten einen lettischen Japaner. An diesem Abend gab es für uns Suppe, Sushi und ein Nudelgericht. Alles sehr lecker und günstig. Da es bei Sushi 2 Rollen für eine gab, hatten wir sogar noch abends beim Filme schauen gut davon. Breaking Bad und Sushi, toll!

An unserem zweiten Tag in Riga legten wir nach einem Spaziergang zur Tankstelle eine weitere Sightseeing-Tour ein, um die Orte zu besichtigen, die wir gestern noch nicht gesehen hatten. Wir gingen zum Schloss, was eine Enttäuschung war, da das was nicht von Renovierungsplanen und -gerüsten abgedeckt war, sehr verkommen aussah. Als hätten sie die ganze Stadt saniert und fingen nun am Schluss mit dem Schloss an. Später gingen wir zu den Markthallen. Diese 4 Hallen sahen ähnlich wie die Hamburger Deichtorhallen aus und werden noch immer als Einzelhandelsmarkt genutzt. In der ersten Halle gab es nur Fisch und Meeresfrüchte. In der zweiten Halle gab es Stände mit Käse und Brot. In der dritten Halle befand sich merkwürdigerweise ein Supermarkt und in der vierten Halle gab es Fleisch. Zwischen den Hallen wurde Obst und Gemüse verkauft. Neben den Hallen befanden sich weitere Stände mit Kleidung, Kosmetik und (Plastik-) Blumen. Wir probierten frisches Mozarella-Brot und kauften Kirschen und Gemüse. Es war sehr frisch und günstig.

Zurück in der Altstadt aßen wir in einem lettischen Restaurant zu Abend. Es befand sich abseits der Touri-Ströme und hatte weder tanzende Frauen noch Live-Band. Aufgrund der eigenartigen Nieren-Suppe, die wir in Roja gegessen hatten, waren wir etwas skeptisch gegenüber der lettischen Küche. Die Gerichte mit der kleinen lettischen Flagge sprachen uns nicht besonders an. Dennoch wollten wir etwas lettisches probieren und bestellten Pilz-Suppe und gesalzenen Hering mit Kartoffel. Beides war lecker. Der Hering war mit Zwiebeln und Sour-Cream zusammen gebacken und zusammeln mit den Pellkartoffeln anders, aber sehr lecker.

Auf dem Rückweg machte ich noch einen kurzen Abstecher in das Jugendstil-Viertel. Die Gebäude haben mir sehr gut gefallen. Nicht umsonst nennen sie Riga das Paris des Nordens.

Am nächsten Tag sollte es weiter Richtung Norden gehen.

 

Hier fahren wir den Daugave hoch…

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…durch wenig Natur…

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… aber interessante Landschaften…

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… nicht nur Industrie.

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Der Hafen unserer Wahl liegt dicht am Zentrum…

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Von hier aus erkunden wir Riga mit ihren Parks und Kanälen…

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…und sommerlichem Treiben..

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…in den Straßen…

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…und vor dem Rathaus…

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… die Freiheitsstatue.

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Es hat auch etwas Großstadtfeeling.

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Nicht zu Unrecht das „Paris des Nordens“…

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Wir erkunden den Zentralmarkt…

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…und freuen uns über die Vielfalt

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Und genießen einfach die Stadt…

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Ein Bild von unserem Abendessen als Nachtrag:
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2 Kommentare zu „Riga, LV, Tag 1-3“

  1. Hallo, ihr zwei. Hier sind Marlies und Achim, wir haben von Reinhart eure Adresse und verfolgen gespannt eure Reise.
    Eure Berichte und Bilder finden wir gelungen und sehr interessant.

    So konnte ich mit Johanna leiden, wenn sie mal wieder seekrank war, oder das Gewitter in der Bucht von Riga euch alle Kraft gekostet hat.
    Wir waren selbst vor zwei Jahren in Riga und finden die Stadt super schön.
    Also, macht weiter so, wir werden euch begleiten.
    Liebe Grüße von Marlies und Achim.

  2. Hallo Marlies, Hallo Achim,

    Danke für das nette Kommentar. Riga ist wirklich schön. Das Juni-Wetter hier arbeitet leider etwas gegen uns, wir haben es schwer voran zu kommen. Im Moment sitzen wir gerade den 3ten Tag wegen Starkwind aus der falschen Richtung auf Khino, Estland fest, aber so ist das nun mal.

    Hoffe es geht euch gut
    Liebe Grüße
    Jan&Johanna

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