Ventspils, LV

Von Pavilosta ging es weiter nach Ventspils. Die erste Hälfte der Fahrt hatten wir gutes Segelwetter. Kaum Wellen und wir kamen mit 6 Knoten gut voran. Es war zwar meist bewölkt und kalt, es hat aber trotzdem viel Spaß gemacht endlich mal wieder ordentlich zu segeln. Die letzten 2 Stunden mussten wir motoren und es fing an stark zu regnen, aber hey – kein richtiger Nebel! Im strömenden Regen stand ich da also im Cockpit. Mit Regenkleidung und Gummistiefeln war das aber gar nicht so schlimm. Es war eigentlich sogar schön anzusehen, wir die dicken Regentropfen aufs Wasser fielen. Ich holte unseren Langstielschrubber raus und begann das Cockpit zu scheuern. Jan, der sich drinnen etwas hingelegt hatte, winkte hinter der Plexiglasscheibe und machte Fotos. Als wir um ca. 19 Uhr in Ventspils ankamen hatte es aufgehört zu regnen. Meine Klamotten waren klitschnass, ich aber bin trocken geblieben. Hier haben wir das erste mal mit Heckbojen angelegt. Das hat auch ganz gut geklappt. Trotz extrem hoher Hafengebühr (21€, bisher hatten wir in Liepaja 18€ und in Pavilosta 12€), war es nach Wladyswowo der zweitschlechteste Hafen bisher. Das Gebäude mit den Duschen und Toiletten war sehr alt. Dunkle, kleine Löcher mit alten rostigen Anlagen, die genau so rochen.

Am nächsten Morgen stand Sicherungen für unsere Positionslampen kaufen auf dem Programm. Der Hafenmeister meinte, wir sollten es im Supermarkt probieren. Auf einem anderen Boot im Hafen haben 4 Männer gearbeitet. Wir fragten sie auch noch einmal, ob sie wüssten, wo wir die Sicherungen bekommen könnten. Der eine sprach super englisch. Nachdem sie sich kurz auf lettisch beraten haben, sagte er, dass er einen Laden kennt. Er zog seinen Autoschlüssel aus der Tasche und meinte: „Komm, ich fahr euch.“ Also fuhr er uns zu dem Laden und sprach mit dem Verkäufer für uns. Er war sehr nett. Er hatte sich in Dänemark ein Boot gekauft, was er nun in seine Heimatstadt Tallinn überfuhr. Ursprünglich kam er aber aus Ventspils, daher kannte er sich hier so gut aus. Die spontane Hilfsbereitschaft überrscht uns etwas, aber wir sind ihm sehr dankbar.

Von dem Laden aus fuhr unser lettische Estländer zurück zum Hafen, wir aber liefen in das Stadtzentrum, um uns noch etwas umzuschauen. Es war eine  kleine, sehr gepflegte Stadt. Auf dem Markt kauften wir uns frische Erdbeeren und Kirschen. Gegen Mittag waren wir zurück am Boot. Eine Stunde später verließen wir den Hafen.

Weiter in Richtung Riga.

 

Auch Regen kann Spaß machen…

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Am nächsten Morgen in Ventspils machen wir uns auf Shopping Tour, während sämtlichen anderen Segler schnell weiter kommen (außer unsere schwedischen Nachbarn). Eine russische Ölpipeline endet hier und prägt das Hafenbild…

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… das auch interessante Kompositionen zeigt.

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Nachdem wir die richtigen Sicherungen bekommen haben, ziehen wir noch etwas durch die kleine Stadt. Auf dem Markt…

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… uns in dem überschaubaren Zentrum gibt man sich Mühe…

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… und es ist sehr ordentlich und Sauber…

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… und auch Grün.

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