Ustka, PL

Heute Mittag haben wir Bornholm und vorerst auch Dänemark den Rücken zu gekehrt. Wir machten uns auf den zweiten langen Törn nach Polen. Ich hatte schon etwas Angst, dass es wieder so schlimm werden würde wie die letze Tour und habe deshalb gleich morgens die erste Tablette genommen. Doch meine Angst war unberechtigt. Es war ein schöner Tag und tolles Segeln. Keine Wellen. Das erste viertel der Strecke mussten wir leider motoren, aber so war es bessen, als zu stürmisch mit zu hohen Wellen. Dieses Mal haven wir uns auf 3h Schichten geeinigt. Die Tour war für uns beide deutlich angenehmer und wir kamen wesentlich erholter an. Der Wellengang und die damit verbundenen durchgehenden Ausgleichsbewegungen des Körpers scheinen anstrengender zu sein, als ich dachte. Wir sahen einen wunderschönen Sonnenunter- und -aufgang. Es war auch viel weniger Verkehr, als auf der Strecke nach Bornholm. Wie schon auf der Tour nutzen wir unsere Eieruhr, um alle 8 min einmal den Horizont nach Schiffen zu scannen. Wir haben gekocht, abwechselnd sogar etwas geschlafen und gelesen und geträumt. Gegen 9 Uhr kamen wir in Ustka an. Da es keine Marina gab, legten wir an der Kaimauer direkt in der Stadt an. Der Hafenmeister war sehr hilfsbereit, sprach aber kaum Englisch. Sie sind nicht auf Segler eingestellt. Keiner wusste, was wir bezahlen sollten und es gab keine sanitären Einrichtungen, geschweige denn Internet. Immerhin hatten wir Strom. Für die 2 Kilowattstunden, die wir über Nacht verbraucht hatten, wollen sie uns in 4 Monaten per Mail eine Rechnung schicken. Alles etwas anders als in den organisierten modernen dänischen Yachthafen. Da wir nicht müde waren, bummelten wir durch die Stadt, aßen Eis am Strand und kauften ein.

Ustka ist ein polnischer Badeort mit langer Strandpromenade und Partymeile direkt neben einem polnischen Schiessgebiet. Das Donnern der Artillerie bildet einen interessanten Kontrast zum Strandleben…

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Der alte Leutchturm und des Portu Kapitanat Ustka davor:

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Der Badestrand wir erleben tatsächlich zum ersten mal Temperaturen die es erlauben in kurzer Hose und T-Shirt sich zu bewegen.

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