Rønne, Bornholm, DK

21 Stunden Fahrt von Klintholm rüber zur Insel Bornholm. Puuuh! Das war ein wirklich anstrengender Trip. Unsere erste gemeinsame lange Fahrt. Meine erste Nachtfahrt und meine erste Nachtschicht. Das war aufregend. Nicht ganz so romantisch, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber ein erstes Mal. Der Tag verlief sehr gut. Wir wurden zum ersten Mal von einem anderen Boot auf offener See angehalten und Jan hat das erste Mal gefunkt. Ein Sicheitheitsboot namens „Wind Protector“, das uns scheinbar schon ein paar mal angefunkt hatte, kam direkt auf uns zu. Als wir versucht hatten ihn anzufunken, um herauszufinden was er wollte, kam keine Antwort. Er stoppte neben uns auf und schrie durch sein Fenster, ob wir von dem Sperrgebiet wüssten. Unser Kurs lief offenbar direkt auf eine Baustelle für einen Windpark zu. Da dieser Windpark in unserer Karte nicht eingezeichnet war, nannte er uns über Funk noch einen passenden Kurs. Er war sehr freundlich und das obwohl er scheinbar ziemlich weit fahren musste, da er uns über Funk nicht erreichen konnte. Sonst ist nicht viel passiert. Weil es unsere erste Tour war, hatten wir die Nacht in 2 Stunden Schichten geteilt. Es war wirklich schweinekalt und wir haben kaum geschlafen. Der Vollmond war nur ganz kurz zu sehen und wurde dann von Wolken und teilweise auch von Nebel abgelöst – gespenstisch! Gegen 3h wurde ich seekrank, was sich aber nach einer Erleichterung über die Reeling wieder legte. Um 4h löste Jan mich ab und ich schlief bis 7h. Als ich mich hoch gekämpft hatte, um Jan endlich ablösen, stellte ich voller Erleichterung fest, dass Bornholm schon zu sehen war. Kurz vor der Insel zog noch eine Nebelwand an uns vorbei. Plötzlich erschien direkt neben die große Fähre aus dem nichts. Das war sehr beeindruckend, solchen Nebel unterschätzt man schnell. Als wir morgens um 8.30h in den Hafen einfuhren schien die Sonne an einen strahlend blauen Himmel. Wir setzen uns im Cockpit in die Sonne und tranken ein Anleger-Bier. Dann gingen wir schlafen. Gegen 15h machten wir uns auf den Weg Rønne, Bornholms Hauptstadt, zu erkunden. Es war tolles Wetter und die kleine Stadt ist sehr schön. Wir sind herumspaziert und haben Hog Dog und Soft Eis gegessen.

Altdünung und schwache achterliche Winde, zwingen uns nach anfänglichem schönem, sportlichen Segeln die Hälfte der Strecke unter Motor bei blödem geigen zu bewältigen. Hier Johanna auf Wache, der Autopilot hält Kurs, alle paar Minuten wird der Horizont abgesucht, es gibt außer Meer nichts zu sehen…

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Sonnenuntergang auf See, die Wolken kündigen eine interessante Nachtwache an…

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In Ronne angekommen, bummeln wir durch die Stadt. Hier ein paar Impressionen, die wohl jeder Ronne Besucher erkennt:

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Nachtrag: Hier noch zwei Bilder von unserem Treffen mit der Wind Protector

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Und der Funker bei der Arbeit…

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